Schätzen

Welchen Wert hat mein Objekt?

Wer ein Haus kaufen oder verkaufen möchte sollte wissen, welchen Wert das Objekt hat. Neben einem angemessenen Preis beim Verkauf muss mancher Eigentümer auch Klarheit gewinnen, weil er sein Haus als Erbe an seine Kinder übertragen möchte. Und Käufer möchten natürlich niemals mehr bezahlen als nötig. Es sollte also ein Gutachten erstellt werden, welches sich professionell an bestimmten Richtlinien orientiert.

Da sollte lieber ein Profi ran

Natürlich können Sie sich einarbeiten und durchaus nachrechnen, was den Wert Ihrer Immobilie ausmacht. Trotzdem ist es nicht unbedingt anzuraten, selbstständig den Wert einer Immobilie zu ermitteln. Gerichte und Finanzämter wollen möglichst genaue Ergebnisse, die sie sich ausschließlich durch ein Gutachten erhoffen. Auch bei Streitigkeiten in der Familie, wie etwa bei Erbschaftsauseinandersetzungen, kann ein Gutachten von einem Sachverständigen hilfreicher sein, als ein von den Beteiligten ermittelter Wert. Die Immobilien Agentur Tschaikin wird Ihnen stets alle Berechnungsschritte offen legen. Wir gehen sehr transparent vor und erklären Ihnen genau, worauf zu achten ist und welche Fakten am Ende in die Berechnung des Wertes Ihrer Immobilie eingeflossen sind.

Erstens

Zu Beginn zu nennen ist das Wörtchen ,Verkehrswert‘, zu dem dann ein Haus oder eine Wohnung unter den aktuellen Umständen im gewöhnlichen Geschäftsverkehr verkauft werden könnte. Eine Schätzung also. Hier ist zum Beispiel ein Vergleich zweier Wohnungen in einem Wohnhaus sehr gut möglich und recht genau, wobei natürlich immer Abweichungen durch Ausstattung, genaue Lage und Zustand berücksichtigt werden müssen. Für manche alte Gebäude werden Liebhaberpreise gezahlt. Die Wertermittlung ist da wiederum besonders schwierig. Der Kaufpreis ist dann nämlich im Gegensatz dazu der tatsächlich erzielte Betrag. Und der wiederum gibt erst den wirklichen Wert des Objektes am Markt an.

Zweitens

Beim Sachwert-Verfahren wird der Wert der Immobilie anhand der Substanz ermittelt. Es ist eine übliche Methode bei mit Ein- oder Zweifamilienhäusern bebauten Grundstücken. Im Wesentlichen ergibt sich der Gesamtwert durch die Ermittlung des Gebäudewertes und des Wertes von Grund und Boden. Letzteres ist vergleichsweise einfach, wenn es einen Bodenrichtwert gibt. Komplizierter wird die Berechnung dann schon für den Preis von Gebäuden. Dabei wird der Raummeterpreis ermittelt. Bei normalen Gebäuden kann dabei ein Trick helfen. Man kann die ursprünglichen Herstellungskosten des Gebäudes in den Wert umrechnen, der zum aktuellen Bewertungszeitpunkt gilt. Dafür wird der aktuelle Baupreis-Index durch den aus dem Herstellungsjahr geteilt und das Ergebnis mit dem tatsächlichen Baupreis multipliziert. Wegen des Alters muss dann noch eine Wertminderung vorgenommen werden.

Drittens

Am Ende lässt sich der Wert eines Grundstücks auch im Ertragswertverfahren ermitteln. Dies lohnt sich nur für typische Ertragsobjekte. Ein- und Zweifamilienhäuser gehören nicht dazu. Der Jahresrohertrag ergibt sich vielmehr aus Mietzahlungen oder aus Pacht.